Krise, Protest und „faule Griechen“ – grund.funk im März 2012

Im März hört Ihr im grund.funk den gekürzten Mitschnitt eines Vortrags zu „Krise, Protest und faule Griechen“, den Christoph Ernst im Januar auf Einladung der Anarchistischen Gruppe gehalten hat. Einführend gibt es einen Rückblick auf die Entwicklungen, die zur Finanzkrise und zur Staatsschuldenkrise geführt haben. Diese stellt Christoph Ernst der Mär von den „faulen Griechen“ gegenüber. Danach wird beleuchtet, welche längerfristigen Strategien die EU bei der „Bewältigung“ der Schuldenkrise verfolgt.

Musik: Sky Delay von Civil Civic, veröffentlicht unter Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA 3.0

Und hier der Link zur Sendung bei freie-radios.net.

grund.funk dezember 2011: Peter Bierl über Anthroposophie

Die grund.funk Sendung enthält Ausschnitte des Vortrags: „Wur­zel­ras­sen, Erz­engel und Volks­geis­ter: Die An­thro­po­so­phie Ru­dolf Stei­ners und die Wal­dorf-Päd­ago­gik“ von Peter Bierl.
Der komplette Vortag „Wur­zel­ras­sen, Erz­engel und Volks­geis­ter“ kann unter: www.audioarchiv.blogsport.de runtergeladen werden.
Zwischendurch gibt es GEMA-freie Musik von Tracky Birthday
zur Sendung

grund.funk im November: Antisemitismus in der deutschen Linken

Leicht gekürzter Mitschnitt des Vortrags „Antisemitismus in der deutschen Linken“ von Florian Eisheuer. Der Vortrag fand am 10.10.11 in Mannheim im Cafga2 statt und war Teil der Projektwochen gegen Antisemitismus.

Bei der Annahme, Antisemitismus sei ausschließlich ein Phänomen der politischen Rechten und „Ewiggestriger“ handelt es sich, wie Hannah Arendt schon in den fünfziger Jahren feststellte, um ein hartnäckiges Vorurteil, das durch einen Blick in Geschichte und Gegenwart leicht widerlegt werden kann.

Neben Formen personalisierter und verkürzter „Kapitalismuskritik“ bricht sich der Antisemitismus in der deutschen Linken vor allem in Form angeblicher „Israelkritik“ bahn und wird immer dann evident, wenn die
israelischen Streitkräfte aktiv werden, also im Kontext von Ereignissen wie der Erstürmung der „Mavi Marmara“ oder der Militäroperation „Gegossenes Blei“.

Bei den politischen Diskussionen über linken Antisemitismus stellt sich zwar bei genauerer Betrachtung heraus, dass viele seiner Aspekte kein Alleinstellungsmerkmal der Linken, sondern spektrenübergreifend konsensfähig sind, dennoch lassen sich einige charakteristische Merkmale festhalten.

Die Sendung findet ihr hier.

grund.funk vom 22.10.2011: Geschichte und Erscheinungsformen des Antisemitismus

Im Oktober hört Ihr den gekürzten Mitschnitte eines Vortrags von Thomas Haury zu „Geschichte und Erscheinungsformen des Antisemitismus“.
Der Vortrag war Teil der Projektwochen gegen Antisemitismus.

Das grund.funk-Team hat auch die anderen Vorträge der Reihe aufgezeichnet. Sie werden in den nächsten Monaten zu hören sein.

Die Musik der Sendung stammt von Humeka: http://humeka.jamendo.net/
Sie wurde unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 veröffentlicht.

Und hier endlich der Link zur Sendung bei freie-radios.net.

Sendung Juli 2011

Slavoj Žižek: „The Idea of Communism and its Acuality“

Auszüge aus einem Vortrag mit dem Titel „The Idea of Communism and its Acuality“ von Slavoj Žižek, einem slovenischen Philosophen und Kulturkritiker. Zizek gilt als einer der bedeutendsten Marxisten und Philosophen der Gegenwart. Der Vortrag wurde am 26. März in Großbritannien gehalten.Der Vortrag ist in Englisch gehalten.
Im ersten teil des Vortrags, der aus zeitlichen Gründen für diese Sendung gekürzt werden musste, geht Zizek auf die Proteste in Tunesien und die Entwicklung in Griechenland und Spanien ein. Er stellt fest, dass diese Entwicklungen sich sehr überraschend eingestellt haben und er deshalb seine bisherige Analyse teilweise überarbeiten muss.
Im zweiten Teil des Vortrags, den ihr im folgenden leicht gekürzt hört, erläutert Zizek seine Sicht auf die Aktualität des Kommunismus.

Die Sendung (60 m): http://www.freie-radios.net/mp3/20110722-grundfunkj-42175.mp3

Der ungekürzte Vortrag (ca. 120 m):
http://backdoorbroadcasting.net/2011/03/slavoj-zizek-masterclass-the-idea-of-communism-and-its-actuality/

12.03.2011 Sakropop

Diesen Monat steht euch eine sehr vergnügliche Sendung bevor und zwar:

FRANK APUNKT SCHNEIDER:

„Bei Verwendung einer Beatband in der Lautstärke auf die Gemeinde und den Raum Rücksicht nehmen!“ – Sakropop als deutscher Sonderweg zur Popreligiosität

Der »Schwund an jugendlichen Gottesdienstbesucher_innen« wurde in den 1970er Jahren meist mit der »Ausgrenzung der Lebenswelt von Jugendlichen« aus dem Gottesdienstgeschehen erklärt. Um sie zu erreichen, mussten die Amtskirchen einen (Schein-)Frieden mit Rockmusik und Popkultur schließen. Die Geschichte des Sakropop berichtet von der langen, zähen und tragikomischen Integration von Pop in die Kirche. Sakropop ist »neue Kirchenmusik mit Stilmitteln moderner Popularmusik«, so Martin Bubmann, der Diedrich Diederichsen der Szene. Er hat die zahllosen Widersprüche zwischen religiösem Dogmatismus und popkulturellem Freiheitsversprechen in sich aufgenommen und in eine adäquate Form gebracht: die möglicherweise am weitesten entfremdete Form von Pop überhaupt. Und damit natürlich schon wieder: Meta-Pop!
Sakropop ist das vermutlich bizarrste Sub-Genres von Pop, praktiziert lediglich innerhalb einer beinahe unsichtbaren und völlig unvermittelbaren Subkultur. Eben: Incredibly strange music.
Frank Apunkt Schneider wird Höhepunkte seiner umfangreichen Sakropop-Sammlung vorspielen und erläutern.

Frank Apunkt Schneider ist unfreier Künstler und selbsternannter Poptheoretiker. Er schreibt u. a. für Testcard, monochrom, Skug, Zonic, Bad Alchemy und Intro. Er lebt zurzeit als deutscher Außenposten der Kulturbewegung monochrom (www.monochrom.at) in Bamberg. Im Ventil-Verlag hat er 2007 das Buch »Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW« veröffentlicht.

13.11.2010 17-18 Uhr „Eine Schule als KZ“

Ausschnitte aus dem Vortrag „eine Schule als KZ“, der am 4.11.10 im JUZ Mannheim gehalten wurde. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Veranstaltungsreihen zum zehnjährigen Bestehen der KZ Gedenkstätte Sandhofen statt. Der Vortrag gliedert sich in drei Teile.
erstens: eine kurze Einführung zum KZ-System der Nationalsozialisten
zweitens: die Geschichte des KZ-Außenlagers Mannheim-Sandhofen
drittens: das Verhältnis der Bevölkerung Sandhofens zum KZ und die Entstehungsgeschichte der Gedenkstätte

Aus zeitlichen Gründen ist der dritte Teil in der Sendung stark gekürzt und beschränkt sich deshalb auf die Zeit direkt nach dem Krieg.

Informationen zur Gedenkstätte unter http://kz-gedenkstaette-sandhofen.de/

Link zum Download: http://www.freie-radios.net/mp3/20101110-quoteines-37241.mp3

14.08.2010 – 17.00 Uhr: Protestformen sozialer Bewegungen

Klaus Schönberger als Herausgeber, zusammen mit Ove Sutter, und Karoline Boehm haben sich mit der Geschichte der Protestformen von 1848/49 bis heute beschäftigt. Aus Anlaß des Erscheinens ihres Buches „Kommt herunter, reiht euch ein… Eine kleine Geschichte der Protestformen sozialer Bewegungen“ stellen Jorinde Reznikoff und Klaus-Peter Flügel vom Freien Sender Kombinat Hamburg die Frage nach der Wirksamkeit derselben.

Das Interview findet ihr auch hier:

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=35203

13.02.2010 – 17:00: Chiapas im Visier vonPolitik und Kapital

Chiapas im Visier von Politik und Kapital
Vortrag von Luz Kerkeling

Mitschnitt vom 14.01.2010 im Wild West, Mannheim

Chiapas gerät als extrem ressourcenreicher Bundesstaat immer stärker ins Visier von Politik und Kapital. Hauptthemen des Vortrags sind neoliberale „Entwicklungs“- und Ordnungsprojekte, die z.B. durch Prozesse wie Raub und Privatisierung, Entvölkerung der ländlichen Gemeinden durch Umsiedlung, Tourismusprojekte, Kriminalisierung der sozialen Proteste und Militarisierung gekennzeichnet sind.
Auch der Widerstand gegen die hohen Stromtarife, die aktuelle Situation in den zapatistischen Gemeinden, die „Andere Kampagne“ sowie weitere soziale Bewegungen in Südmexiko sollen vorgestellt werden. Die Situation der Frauen im Kontext von Marginalisierung, Repression und Widerstand wird ebenfalls thematisiert.

Referent Luz Kerkeling, Autor des Buches „La Lucha Sigue“, Mitarbeiter von CIEPAC (Zentrum für ökonomische und politische Forschung) in San Cristóbal, Chiapas, sowie von Zwischenzeit e.V. und Gruppe B.A.S.T.A. (beide Münster), ist kürzlich von einem zweijährigen Forschungs- und Arbeitsaufenthalt aus Mexiko zurückgekehrt.

Hier gibts die Sendung zum Runterladen:

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=32118

12.12.09 – 17.00 : Homophobie und Fussball mit Gerd Dembowski

Am 11.11.2009 war Gerd Dembowski mit dem Vortrag „Homophobie und Fußball“ im JUZ Mannheim zu Gast. Nach einem musikalischen Solo zur Einstimmung begann er leicht verspätet mit seinen Gedanken zu einem häufig totgeschwiegenen Thema. Er beschränkt sich bei seinem Auftritt nicht nur auf die Darstellung von homophoben Entgleisungen, die oft genug aus den Fankurven zu vernehmen sind, sondern versucht die Hintergründe aufzuzeigen.

Dazu zeigt er die aus der Heteronormativität entstandenen geschlechtsspezifischen Verhaltensmuster auf, thematisiert gesellschaftliche Vorurteile und schlägt die Brücke zu anderen Diskriminierungsformen.

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