Frigga Haug am 11. Juli, 17.00

Die Sendung am 11. Juli ist ein Mitschnitt der Veranstaltung mit Frigga Haugg, die am 11.06. im Mannheimer Kunstladen stattgefunden hat.

„Die Vier-in-einem-Perspektive“

Frigga Haug fasst Ergebnisse ihrer jahrzehntelangen Arbeit zusammen: über Umbrüche in der Arbeitswelt, bewirkt durch Hochtechnologie, über die Ursachen von Frauenunterdrü ckung, über Fragen der kulturellen Selbstentfaltung und die Versuche, linke Politik zu ma chen.
Sie entwickelt Perspektiven für eine Zusammenfügung dieser vier Bereiche im Sinne einer gerechten Politik. Das Auftreten einer Partei links von der Sozialdemokratie ist für sie Anlass zu fragen, wie die Forderungen „der Unteren“ so gebündelt werden können, dass Hand lungsfähigkeit entsteht – vor allem auch bei Frauen. Es geht Frigga Haug also um den Neu start eines linken feministischen Projektes: „Wir wollen von allem die Hälfte – in der Er werbsarbeit, in der Reproduktionsarbeit, bei der Partizipation der Gestaltung von Gesell schaft und Politik und Zeit für uns.“ Die Zeit ist ein wichtiger Schlüsselbegriff dafür – radikale Arbeitszeitverkürzung wäre eine der wichtigen Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Konzeptes.
*Frigga Haug*, geboren 1937, war bis 2001 Professorin an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Sie ist Mitherausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift Das Argument, Redakteurin des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus und des Forums Kritische Psychologie. Ihre Forschungsschwerpunkte: weibliche Vergesellschaftung und Frauenpolitik, Arbeit und Automation, sozialwissenschaftliche Methoden und Lernen.